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"Unternehmen übernehmen eine neue Verantwortung“

Foto: Simone Schuldis

Von der starren Organisation hin zum sozialen Unternehmen – Myriam Denk, Partner & Human Capital Leader bei Deloitte zeichnet ein spannendes Bild der gegenwärtigen Entwicklung.

Warum ist es für Unternehmen so wichtig, sich als soziale Organisation zu begreifen?

In den letzten Jahren haben sich viele Unternehmen sehr darum bemüht, interne Silos aufzubrechen und ihre Grenzen nach aussen hin durchlässiger zu machen. Eine wesentliche Ursache hierfür war, dass die digitale Transformation innovative Formen der Zusammenarbeit erfordert. Nicht zuletzt durch diese Entwicklung sind die Firmen in eine andere soziale Rolle hineingewachsen und heute bereit, eine neue Verantwortung zu übernehmen. Damit setzen sie auch der teilweise konträren Bewegung in der Politik etwas entgegen. Das Vertrauen und die Erwartungen der Menschen an sie sind entsprechend gross – auch von Seiten der Mitarbeitenden: Gerade Millennials arbeiten nicht nur, um Geld zu verdienen, sie wollen etwas Sinnvolles tun!

Wie unterstützt Deloitte diese Entwicklung im eigenen Haus?

Soziale Unternehmen setzen darauf, sich aktiv ins Gemeinwesen einzubringen und hier positive Resultate zu erzielen. Auf der anderen Seite spielt das integrative Wachstum – also das Bestreben, mehr Menschen im Unternehmen zu beschäftigen – eine grosse Rolle. Deloitte agiert auf beiden Feldern: Wir haben Programme initiiert, die auf die Eingliederung von Mitarbeitenden abzielen – zum Beispiel, wenn diese eine Familie gegründet haben oder aus anderen Gründen nicht Vollzeit tätig sein möchten. Hier sind vor allem flexible Arbeitszeitmodelle gefragt! Gleichzeitig nehmen wir unsere externe Verantwortung ernst: Mit unserem Projekt WorldClass möchten wir beispielsweise weltweit für 50 Millionen Menschen neue Chancen eröffnen – unter anderem, indem wir ihnen einen freien Zugang zu einer qualitativ guten Bildung eröffnen.

"Millennials wollen nicht nur Geld verdienen, sie wollen etwas Sinnvolles tun."

Welche Trends bewegen die Unternehmen noch?

Wir führen bei Deloitte sei 2011 jährlich eine Studie durch, die sich mit den globalen Human Capital Trends beschäftigt. Mit 11 000 Teilnehmern aus Business und HR ist dies mittlerweile die grösste Erhebung ihrer Art. Dabei konnten wir gerade in diesem Jahr eine deutliche Verschiebung feststellen: Lag 2017 das Hauptaugenmerk der Unternehmen noch auf dem Organisationsdesign und dessen Anpassung an den technologischen Wandel, liegt der Schwerpunkt heute eher auf einer veränderten Führungskultur. Auch hiermit wollen die Unternehmen Bedingungen schaffen, die der Digitalisierung und den Vorstellungen der Mitarbeitenden möglichst optimal entsprechen.

Und was treibt Sie persönlich an?

Für mich gestaltet sich auch heute noch jeder Tag anders – und ich kann immer noch viel dazu lernen! Dass Deloitte seinen Mitarbeitenden diese Chance bietet und dass man sich hier mit seinen eigenen Ideen einbringen und verwirklichen kann, empfinde ich als extrem motivierend.

TEXT: Ute Liebig

Myriam Denk, Partner & Human Capital Leader

Zum Unternehmen:
Als weltweit grösstes Prüfungs- und Beratungsunternehmen bieten wir Karrieremöglichkeiten in einem internationalen Umfeld mit interessanten Perspektiven in den Bereichen Audit & Assurance, Risk Advisory, Tax & Legal, Consulting und Financial Advisory.
Anzahl Angestellte:
1 800 (Schweiz), 263 900 (weltweit)
Personalbedarf:
Jährlich ca. 150-200 Hochschulabsolventen
Wege in das Unternehmen:
Praktika oder Direkteinstieg, auch für Berufserfahrene
Bewerbung an:
​​​​​​​www.deloitte.com/ch/careers​​​​​​​

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