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„Interdisziplinäre Entwicklung ist unsere DNA“

Foto: Simone Schuldis

Christian Moser, Senior Head Competence Unit bei Zühlke, hält technologische Machbarkeit nicht mehr für die grösste Herausforderung. Heute liegt diese für ihn eher darin, echte Innovation für die Kunden zu schaffen.

Herr Moser, ist der Softwareingenieur heute noch der klassische Nerd oder hat sich seine Rolle in den letzten Jahren verändert?

Die Nerds sind nicht ausgestorben (lacht). Man findet sie heute aber häufiger bei Produktherstellern oder im forschungsnahen Umfeld, wo sie mit ihrem tiefen Fachwissen an den Grenzen des technologisch Möglichen entwickeln. Daneben hat sich eine neue „Spezies“ herausgebildet: Die interdisziplinären Softwareingenieure, die im regen Austausch mit anderen Fachdisziplinen nutzerzentriert arbeiten. Teamwork, Kommunikation, Kreativität, Selbstorganisation und Leadership werden daher immer zentraler, während die Zeit abnimmt, in der man alleine vor dem Computer sitzt. Diesen Wandel spürt man in der Firmenkultur, in der Infrastruktur und in der Zusammenarbeit mit dem Kunden.

Welche Vorteile bringen interdisziplinäre Teams?

Wir möchten von unseren Kunden als Partner für Businessinnovation wahrgenommen werden. Dies schaffen wir nur, indem wir die komplexen Herausforderungen aus verschiedenen Blickwinkeln betrachten: der Softwarearchitekt aus der technischen Perspektive, der User Experience Designer aus Sicht des Endnutzers und der Businessanalyst betrachtet die Geschäftsabläufe. Nur gemeinsam können sie echte Innovation schaffen. Dazu ein Beispiel: Einer unserer Geschäftspartner verkaufte bis vor kurzen noch Sicherheitssysteme. In einem interdisziplinären Team konnten wir mit ihm ein neues Geschäftsmodell entwickeln: Gebäudesicherheit als Service, beruhend auf einer cloudbasierten Lösung mit integrierten smarten Elementen. Durch unsere Interdisziplinarität können wir den gesamten Innovationsprozess abbilden – von der Idee bis zum Markterfolg. Wer am Projekt beteiligt ist, erlebt die Entwicklung also von Anfang bis Ende mit. Unsere Mitarbeitenden erweitern ihre Kompetenzen, entwickeln sich stetig weiter und leisten im Team einen Beitrag zu einem sinnvollen Ganzen.

"Entscheidend ist die Fähigkeit, sich rasch in neue Gebiete einarbeiten zu können."

Welche Rolle spielen digitale Tools bei dieser Art der Kooperation?

Für Zühlke ist die interdisziplinäre Entwicklung immer ein Schlüsselfaktor gewesen – schon seit unserer Gründung vor 50 Jahren. Das gehört einfach zu unserer DNA! Was sich in den letzten Jahren verändert hat, ist das Tempo, in dem Ideen bis zur Marktreife getrieben werden. So etwas funktioniert nur in agilen Teams, die Spitzenleistungen erzielen wollen. Und so spielen die entsprechenden Methoden und digitalen Kollaborationstools eine zentrale Rolle.

Welche Fähigkeiten braucht man heute, um in Zukunft erfolgreich zu sein?

Unternehmen wie Zühlke bewegen sich schnell – man muss also Lust darauf haben, sich immer wieder rasch in neue Gebiete einzuarbeiten, zu kooperieren und selbst Verantwortung zu übernehmen.

TEXT: Ute Liebig

Christian Moser, Senior Head Competence Unit

Zum Unternehmen:
Zühlke Engineering AG ist Innovationspartner für Software- und Hardware-Lösungen sowie Prozessoptimierungen.
Anzahl Angestellte:
National: 420. International: 730.
Personalbedarf:
Wir suchen hochqualifizierte Mitarbeitende aus den Bereichen Informatik und Wirtschaftsinformatik, Elektrotechnik, Maschinenbau und verwandten Fachrichtungen.
Wege in das Unternehmen:
Direkteinstieg, Praktika und Diplomarbeiten
Bewerbung an:
​​​​​​​jobs@zuehlke.com​​​​​​​

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